Berliner Theatertruppe gastiert in Klever Stadthalle

Die Klever Stadthalle ist am Donnerstag, 15.12.2016, um 20 Uhr die erste Tourneestation der Berliner Theatertruppe, die die Weihnachtsgeschichte in…

Jehoshua ben Joseph oder Lob des Unterschieds
Eine jüdisch-christlich-muslimisch-humanistische Weihnachtsgeschichte

Die Klever Stadthalle ist am Donnerstag, 15.12.2016, um 20 Uhr die erste Tourneestation der Berliner Theatertruppe, die die Weihnachtsgeschichte in einer interreligiösen Version neu auf die Bühne bringt: überraschend, humorvoll, mit viel Musik und einem gehörigen Maß an Improvisation - als Einladung zum Gespräch und zur Diskussion! Jehoshua ben Joseph we Miriam ist der jüdische Name des Jesus, Sohn des Joseph und der Maria. Für die Juden war er ein umstrittener Rabbi, für die Christen ist er der Gottessohn, bei den Muslimen heißt er Isa ben Maryam und genießt als Prophet hohe Achtung. Maria wird im Koran häufiger erwähnt als im Neuen Testament.

Die Berliner Künstler erzählen aus den Perspektiven der drei Religionen und des Humanismus die Geschichte der wundersamen Geburt des Jehoshua ben Joseph. Und auch einige der anderen großen Mythen werden präsentiert. Wo ist man sich einig? Wo tun sich Missverständnisse auf? Wo sind unsere Grenzen? Ist es möglich einander zu respektieren, auch wenn einige Aspekte der jeweils anderen Kultur unverständlich bleiben? Können wir in einer globalisierten Welt zueinander und zu uns selbst finden? Die Vielfalt der Schöpfung ist ein Reichtum unserer Welt - das ist ihre Botschaft.

Das Improvisationstheaterstück "Jehoshua ben Joseph oder Lob des Unterschieds" ist ein Versuch, die theologisch-wissenschaftlichen Grenzen im phantasievollen Zusammenspiel der Erzähler zu überschreiten. Das Bühnenbild wurde von den Berliner Bildenden Künstlern der Gruppe Trialog gestaltet. Live-Musik begleitet und illustriert die Handlung. Die Akteure vertreten in der Aufführung jeweils eine der Kulturen. Nach der Vorstellung laden sie ein zum offenen Gespräch im Theaterfoyer.

Das seit vielen Jahren erfolgreich aufgeführte Stück kommt in einer aktualisierten Fassung und in neuer Besetzung auf die Bühne - auf gemeinsame Einladung durch die VHS, Theater der Stadt Kleve, Katholisches Bildungswerk Kleve, Evangelische Kirchengemeinde Kleve und Haus Mifgash. Die Idee entstand vor 15 Jahren und wurde mit Unterstützung von CIVITAS und der Amadeo-Antonio-Stiftung realisiert. Die Wiederaufnahme am 10. Dezember 2016 in der Martha Gemeinde Berlin Kreuzberg wird ermöglicht durch eine Förderung der Stiftung Demokratie Leben Friedrichshain/Kreuzberg. Anschließend geht das Theater auf Tournee durch ganz Deutschland - mit Kleve als erster Station.

Für die Idee und das Konzept zeichnet Jalda Rebling verantwortlich, geboren in Amsterdam in einer Familie von Shoah-Überlebenden; Schauspielerin, jüdische Kantorin und Spezialistin für Jüdische Musik vom frühen Mittelalter bis in die Moderne. Ihr zur Seite stehen: Farhad Payar, geboren im Iran in einer traditionellen muslimischen Familie. Schauspieler, Theatermacher, Journalist und Dokumentarfilmer; Paula Sell, geboren in Ost-Berlin, aufgewachsen in einer atheistischen Familie. Akkordeonistin, Musikerin u.a. bei ?Shmaltz!, Theater- und Filmmusik, O-Tonmeisterin; Zeha Schmidtke, Kind einer schlesischen Katholikin und eines französischen Juden, atheistischer Humanist, Komiker & Autor.

Karten zum Preis von 10 EUR/ermäßigt 5 EUR gibt es im Vorverkauf beim Bürgerbüro der Stadt Kleve und an der Abendkasse zum Preis von 12 EUR/ ermäßigt 6 EUR.