Citymanagement startet mit Geschäftsflächen- management

Wie ist die Immobilie ausgestattet? Welche Vorstellungen hat der Eigentümer für eine Vermietung? Und inwiefern besteht Beratungs- bzw.…

Wie ist die Immobilie ausgestattet? Welche Vorstellungen hat der Eigentümer für eine Vermietung? Und inwiefern besteht Beratungs- bzw. Unterstützungsbedarf? Diese und viele weitere Fragen stehen im Fokus einer Befragung von Immobilieneigentümern, deren Geschäftsflächen in der Klever Innenstadt derzeit leer stehen. Das Citymanagement hat gemeinsam mit Christian Jankowski, Student im Studiengang Stadt- und Regionalentwicklung an der Technischen Universität Kaiserslautern, einen Fragebogen entworfen, der nun an die Immobilieneigentümer verschickt wird. Ziel ist es, einen detaillierten Überblick über die leerstehenden Geschäftsflächen in der Klever Innenstadt zu bekommen, Ursachen für partielle Ladenleerstände herauszufinden und Strategien zur Forcierung einer Nachnutzung zu entwickeln. Die Aktion ist Bestandteil des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt Kleve (IHK).

„Wir möchten dazu beitragen, ungenutzte Geschäftsflächen zu reaktivieren und hoffen, auf diese Weise einen Zugang zu den jeweiligen Immobilieneigentümern zu finden“, informieren die beiden Klever Citymanagerinnen Nina Hangebruch und Anke Haun. Die Masterarbeit geht vor diesem Hintergrund sogar noch ein Stück weiter: „Ich untersuche die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen zwischen Gewerbeleerständen und den Akteursstrukturen in Kleve“, erklärt Christian Jankowski. Student Christian JankowskiNachdem er im ersten Schritt gemeinsam mit dem Citymanagement und in Abstimmung mit der Stadt Kleve einen Fragebogen entwickelt hat, wird dieser nun von der Stadt an die Immobilieneigentümer verschickt. „Wir erhalten hoffentlich viele Rückmeldungen, sodass sich möglichst stichhaltige Rückschlüsse ziehen lassen“, sagt der Masterstudent der Stadt- und Regionalentwicklung an der Technischen Universität Kaiserslautern.

Immobilieneigentümer gezielt beraten und unterstützen

„Die Befragung der Immobilieneigentümer bildet eine wichtige Basis unserer Arbeit. So haben wir im Juni dieses Jahres eine erste Erfassung der leerstehenden gewerblichen Flächen zwischen Hagsche Straße und Herzogstraße durchgeführt“, ergänzt Projektleiterin Nina Hangebruch.

Citymanagement und StadtZudem wolle man einen detaillierten Überblick über die freien Geschäftsflächen in Kleve gewinnen, um auf dieser Basis die jeweiligen Immobilieneigentümer gezielt beraten und unterstützen zu können. „Wir setzen uns dafür ein, die Klever Innenstadt nachhaltig zu stärken und in ihrer hohen Attraktivität noch weiter zu steigern. Dabei übernehmen wir für die Immobilieneigentümer aber keine Makler-, sondern eine Beraterfunktion“, machen die beiden Citymanagerinnen deutlich. Für die kommenden Monate seien weitere konkrete Aktionen geplant und hierfür eben der Kontakt zu den Eigentümern wichtig, appellieren die Citymanagerinnen noch einmal an alle Eigentümer zur Teilnahme an der Befragung. In höchstens zehn Minuten sollte der Fragebogen ausgefüllt sein. Zudem sichert das Citymanagement einen höchst sensiblen Umgang mit den gewonnenen Daten zu. Die Auswertung der Antworten erfolgt aggregiert und entsprechend anonymisiert.

Hinsichtlich der Leerstände stehe Kleve im Vergleich mit anderen Kommunen sehr gut da. Allerdings müssten jetzt Initiativen angestoßen werden, um dieses Niveau langfristig zu halten – oder im Idealfall sogar noch zu steigern. Genau das sei eines der zentralen Anliegen des Integrierten Handlungskonzepts, das zunächst bis Ende 2018 laufe.

Hintergrund

Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2018. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure  einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.