Großer Anklang bei Fachveranstaltungen „Sprich mit mir“

Zentrales Thema „Gefahren des Smartphones in der kindlichen Entwicklung“. Mit der Kampagne „Sprich mit mir“ sollte bei Multiplikatoren und Eltern ein…

 Fachveranstaltungen „Sprich mit mir“ Zentrales Thema „Gefahren des Smartphones in der kindlichen Entwicklung“.

Mit der Kampagne „Sprich mit mir“ sollte bei Multiplikatoren und Eltern ein Bewusstsein für den steigenden Einfluss des Smartphones und der sozialen Medien auf Kommunikation und Erziehung geschaffen werden. Der rasant ansteigende Smartphone-Konsum der Eltern birgt viele Risiken und Gefahren, insbesondere in der kindlichen Entwicklung und schadet zudem der Eltern-Kind-Bindung.

Die Kampagne ist nicht als Belehrung bzw. als  erhobener Zeigefinger konzipiert, sondern möchte Eltern und Fachkräfte sensibilisieren und deutlich machen, wie wichtig zugewandte Gespräche und ein bewusster Umgang mit Smartphones für die kindliche Entwicklung ist.

Das Klever Netzwerk „Frühe Hilfe“ arbeitete hierzu in Kooperation mit der Caritas Beratungsstelle die Inhalte für Fortbildungs/Infomationsreihen aus. Die Fachtagungen sind als Multiplikatorenschulungen konzipiert, da die Teilnehmer als Bindeglied zwischen Kind und Elternhaus bedeutende Fachgruppen bilden.

Indiz, dass es dem Netzwerk gelungen ist den Zeitgeist einzufangen, ist die große Teilnahme von über 160 Fachkräften an drei Informationsveranstaltungen. Die  Fachkräfte kamen u.a. aus den Bereichen der Frühförderstelle, Kindertagespflege, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern. Ebenso zeigten Studenten des Studiengangs „Kindheitspädagogik“ der Hochschule Rhein Waal, Logopäden Psychologen, Therapeuten und Hebammen großes Interesse.

Der Diplom Sozialpädagoge Holger Brauer, Mitarbeiter des Caritasverbands Kleve, wirkte bei diesen Veranstaltungen als Referent mit und gestaltete diese in Kooperation mit Veronika Boßmann-Schmitt vom Jugendamt der Stadt Kleve. In den Vorträgen zum Thema wurde neben der Bedeutung des Smartphones in der heutigen Gesellschaft vor allem die Wichtigkeit der Vorbildfunktion von Eltern beschrieben, damit Schäden in der Entwicklung der Kinder vorgebeugt werden können.

Zusätzlich wurde ein themenbezogener Informationsfilm der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften gezeigt. Die Teilnehmer hatten im Rahmen eines Workshops die Gelegenheit, sich mit ihren eigenen diesbezüglichen Erfahrungen und Haltungen auseinanderzusetzen. Anschließend wurden medienpädagogische Methoden und Materialien vorgestellt. Die im Netzwerk Frühe Hilfen entworfenen Postkarten und Poster, worauf sich Kinder zu dem häufig unbewussten Smartphone-Konsum der Erwachsenen in ihrem Beisein zu Wort melden, wurden zusätzlich in Klever Kindertagesstätten, Schulen, Praxen, Beratungsstellen und im Klever Kino verteilt.

Für dieses Jahr ist noch eine weitere Veranstaltung zu dem Thema geplant, sowie ein Fachtag der Klever Netzwerke „Frühe Hilfen & Kinderschutz“ am 20.11.2019 im Kolpinghaus. Schwerpunkt der Tagung wird auf die Baby-/Kleinkindphase von 0 -2 Jahren mit dem Fokus auf Stärkung der Eltern liegen, nachdem die letzte Fachtagung das Thema "Schwangerschaft - und jetzt? umfangreich beleuchtete.