Harmonie Universelle lässt den Morgenstern leuchten

Dem Barockensemble Harmonie Universelle attestiert die Fachpresse einen Klang, der „unwiderstehlich sinnlich, empfindsam und homogen zugleich“ ist.…

Dem Barockensemble Harmonie Universelle attestiert die Fachpresse einen Klang, der „unwiderstehlich sinnlich, empfindsam und homogen zugleich“ ist. Wie gut dies zu einem adventlichen Konzertprogramm passt, beweist das Ensemble um die Geiger Mónica Waismann und Florian Deuter beim letzten Reihenkonzert des Jahres am Dienstag, 13. Dezember, 20 Uhr, in der Klever Stadthalle – und bringt darin Musik vom weihnachtlichen „Morgenstern“ klangvoll zum Leuchten.

Harmonie UniverselleKaum ein anderes Lied ist so mit der Weihnachtsbotschaft verbunden wie Philipp Nicolais Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“. Für diesen Text bediente dieser sich verschiedener biblischer Bilder und übernahm aus der Offenbarung des Johannes die Darstellung von Jesus Christus als Morgenstern. Viele Komponisten haben daraufhin diese Melodie aufgegriffen und bearbeitet. Das Konzertprogramm, das die Harmonie Universelle in Kleve spielt, kombiniert dieses zentrale musikalische Motiv mit Werken anderer Meister und „Pastoralen“, so genannten stimmungsvollen Hirtenmusiken. Diese beschwören eine ländliche Idylle und wurden in der barocken Vorstellung dem Jesukind an der Krippe gespielt. Auf dem Konzertprogramm stehen einige wunderschöne Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Heinrich Schmelzer, Vertonungen von Dietrich Buxtehude und Michael Praetorius sowie eine Sonate von Antonio Bertali.

Licht und Schatten, Konsonanz und Dissonanz, Sanftheit und Schärfe gehören zu der überzeugenden künstlerischen Vision des Kölner Barockensembles. International besetzt, mit dem Lautenisten Michael Dücker, Miriam Shalinsky an der Violone, Heidi Gröger an der Gambe und Francesco Corti am Cemblo, erschließt das auch mit einer Orgel anreisende Ensembe seinem Publikum die bezaubernde Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Benannt nach der gleichnamigen Schrift, der „Harmonie Universelle“ (1636) des französischen Gelehrten Marin Mersenne mit seiner ausführlichen Affektenlehre und einer engen Verbindung vom emotionalem Gehalt der Musik und ihrer Rhetorik, liefern deren schwungvolle Interpretationen im Advent musikalische Nahrung für Herz und Sinne zugleich.

Um 19 Uhr (s.t.) gibt Andreas Daams im Gespräch mit dem Geiger und Ensembleleiter Florian Deuter die Konzerteinführung „Das dritte Ohr“.

Konzertkarten (16 €/Schüler und Studenten: 8 €) gibt es im Bürgerbüro der Stadt Kleve (Tel. 0049-2821-84600), beim Fachbereich Kultur (Tel. 0049-2821-84254), sowie an der Abendkasse (Tel. 0049-2821-970808). Einlass: „kurz vor 19 Uhr“.