Internationaler Sonntagssalon im Koekkoek-Haus

"Wilhelm Frede oder Was heißt heute erinnern?" Am Sonntag, 5. Mai, um 11.30 Uhr öffnen sich erneut die Türen im Museum B.C. Koekkoek-Haus für den…

"Wilhelm Frede oder Was heißt heute erinnern?"

Am Sonntag, 5. Mai, um 11.30 Uhr öffnen sich erneut die Türen im Museum B.C. Koekkoek-Haus für den Internationalen Sonntagssalon. Am Jahrestag des Kriegsendes steht die Frage nach der Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik im Zentrum, und zwar konkret und anschaulich am Beispiel Wilhelm Fredes, der im KZ ermordet wurde und seit 2018 Namenspatron der Klever VHS ist. Als fachkundige Gäste eröffnen Stadtarchivar Bert Thissen, die HistorikerInnen Helga Ullrich-Scheyda und Jan Brauer sowie Diakon Michael Rübo die Diskussion, die von Christine Gabriel und Thomas Ruffmann moderiert wird. Für passende und dennoch überraschende musikalische Intermezzi sorgt Mohamad Al Tenawi auf der arabischen Laute.

Der "Salon" ist seit dem Aufklärungszeitalter eine originelle Form der offenen, gleichberechtigten und emanzipatorischen Diskussion, meist geleitet von klugen Frauen. Wie schon seit vielen Jahren in Berlin erfährt der Salon in Kleve derzeit eine Neubelebung. Jeweils am ersten Sonntag des Monats laden VHS, B.C. Koekkoek-Haus und Haus Mifgash neugierige Mitbürgerinnen ein, um gemeinsam mit fachkundigen Gästen wichtige Themen für unsere Stadtgesellschaft zu diskutieren. Und wie bei den historischen Vorbildern wird das Gespräch angereichert durch musikalische und literarische Intermezzi. Karten gibt es an der Museumskasse zum Sonderpreis von 5 EUR. Diese berechtigen auch zum Besuch der Ausstellungen. VHS-Infotelefon 02821-84777.