Kleve im Wandel der Zeit

Für Kleve war die vergangene Dekade ein Jahrzehnt der Erneuerung. Dort, wo früher Produkte für den Weltmarkt entstanden, haben sich moderne Viertel…

Für Kleve war die vergangene Dekade ein Jahrzehnt der Erneuerung. Dort, wo früher Produkte für den Weltmarkt entstanden, haben sich moderne Viertel wie die Hochschule Rhein-Waal entwickelt – ohne, dass der industrielle Charme Kleves, der einen wichtigen Teil der Stadtgeschichte ausmacht, gänzlich verschwunden ist. Im Rahmen des Tags der Städtebauförderung haben Citymanagement Innenstadt Kleve, Wirtschaft, Tourismus und Marketing Stadt Kleve GmbH sowie Vertreter der Stadtverwaltung ein Quiz zu diesem Thema veranstaltet, das auf große Resonanz stieß.

Tag der StädtebauförderungAm Stand des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt Kleve auf dem Campus Kleve, wo zeitgleich das Campusfest zum zehnjährigen Hochschul-Jubiläum stattfand, galt es am Samstag, Bilder aus Kleve zuzuordnen. Fünf Fotos von vor rund zehn Jahren standen fünf Bilder aus der Gegenwart gegenüber. Wer den alten Motiven das passende neue Pendant zuweisen konnte, erhielt einen Preis nach Wahl. Neben Dutzenden gestalteten Stofftaschen und Turnbeuteln wechselten 100 Sitzkissen den Besitzer.

„Unsere Stadt bietet jede Menge Möglichkeiten, sich im Freien aufzuhalten – beispielsweise direkt am Spoykanal“, führt Bürgermeisterin Sonja Northing aus. „Mit dem Sitzkissen kann man es sich dort gemütlich machen, etwa auf den Stufen vor dem Rilano-Hotel oder auf dem Campus.“ Die Nutzung des öffentlichen Raums war ein Thema des Konzepts „JUNGE MITTE – Klever Sprossen“ im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt Kleve.

 

Handlungskonzept

Neben dem Quiz stellten die Projektbeteiligten das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt Kleve auch im Allgemeinen vor. „Welche Ziele hat das Projekt?“, „Mit welchen Mitteln werden sie erreicht?“ und „Was wurde bisher umgesetzt?“ waren häufig gestellte Fragen der Standbesucher. Am und in einem umgebauten grünen Bauwagen, der das Herz des Standes bildete, konnten sie sich eingehend informieren. Mit der großen Resonanz waren die Veranstalter sehr zufrieden.

 

Hintergrund

Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2022. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure  einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen