Lob für die Umsetzung des 1. Bauabschnitts

Stadt Kleve informierte Bürger zum 2. Bauabschnitt des Stadthallenumfelds Im April rollten die ersten Bagger an, um im Rahmen der Neugestaltung des…

Informationsveranstaltung 2. Bauabschnitt Stadthallenumfeld - Jürgen Rauer und Bernhard KlockhausStadt Kleve informierte Bürger zum 2. Bauabschnitt des Stadthallenumfelds

Im April rollten die ersten Bagger an, um im Rahmen der Neugestaltung des Stadthallenumfelds mit den Arbeiten des 1. Bauabschnitts zu beginnen. Nun, ein knappes halbes Jahr später, sind schon viele Veränderungen zu sehen. Die Stadt Kleve hat sich derweil bereits intensiv mit dem 2. Bauabschnitt beschäftigt, der im April 2019 starten und nach rund einem Jahr abgeschlossen sein soll. Im Foyer der Stadthalle stellten Jürgen Rauer, Technischer Beigeordneter, und Bernhard Klockhaus, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, die Planungen nun den Anliegern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor. Der 2. Bauabschnitt umfasst den Bereich zwischen Lohstätte/Wasserstraße und der Worcesterbrücke.

„Im 2. Bauabschnitt beschäftigen wir uns mit der Straßen- und Kanalsanierung", machte Jürgen Rauer gleich zu Beginn der Informationsveranstaltung deutlich. Bernhard Klockhaus stellte anschließend die von seinem Fachbereich entworfene Planung vor. Zum einen wird der Kanal in der Wasserstraße komplett erneuert, zum anderen wird auch die Straße, die sich „in keinem guten Zustand befindet", so Klockhaus, von Grund auf saniert. Die Bürgersteige werden in großen Teilen den Anforderungen der Barrierefreiheit angepasst. Zusätzlich werden an mehreren Stellen Querungshilfen installiert. Den in ihrer Mobilität eingeschränkten Verkehrsteilnehmern soll so ein sicheres Queren der Fahrbahn ermöglicht werden. „Zusätzlich erreichen wir damit eine Geschwindigkeitsreduzierung", erklärt Klockhaus. Dem Vorschlag eines Teilnehmers, zusätzliche Fahrbahnverengungen einzubauen, stand Klockhaus offen gegenüber. Darüber werde man bei der nun anstehenden Detailplanung nachdenken.

Informationsveranstaltung 2. Bauabschnitt Stadthallenumfeld - Interessierte Teilnehmer               Informationsveranstaltung 2. Bauabschnitt Stadthallenumfeld - Bernhard Klockhaus im Bürgerdialog

Einschränkungen so gering wie möglich halten

Die wohl auffälligste Umgestaltung der Wasserstraße ist der Bereich vor der Stadtbücherei, in dem die jetzige Kurve begradigt wird. „Auf dem dann größeren Platz vor der Stadtbücherei möchten wir mehr Aufenthaltsqualität schaffen. Zudem rücken die Parkplätze etwas weiter von den Gebäuden weg", so Klockhaus, der gleichzeitig darauf aufmerksam machte, dass Bauarbeiten auch immer mit Behinderungen für die Anlieger einhergehen. Allerdings setze man alles daran, sicherzustellen, dass vor allem die Gewerbetreibenden nur sehr eingeschränkt mit Beeinträchtigungen bei Anlieferungen zu rechnen haben. Anlieger des 1. Bauabschnitts konnten dies bestätigen und nur Positives über den Dialog mit der Verwaltung und dem ausführenden Bauunternehmen berichten.

Uferwanderweg entlang des Spoykanals

Abschließend gab Klockhaus bereits einen Ausblick auf den 3. Bauabschnitt. In diesem soll ein Uferwanderweg entlang des Spoykanals zwischen Worcesterbrücke und Brücktor angelegt werden. Dafür fällt die Straße Bleichen weg. Zwischen Stadthalle und Spoykanal soll zudem ein Platz mit Aufenthaltsqualität entstehen.

Hintergrund
Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2018. „Integriert" bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.