Lockerung der Altersgrenze für Spielflächen geplant!

Warum sollen nicht auch 15-Jährige auf dem Bolzplatz kicken dürfen? So mancher wird sich diese Frage vielleicht schon gestellt haben. Der…

Warum sollen nicht auch 15-Jährige auf dem Bolzplatz kicken dürfen? So mancher wird sich diese Frage vielleicht schon gestellt haben. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Kleve wird sich mit eben dieser Frage beschäftigen.

In der kommenden Sitzung am 28. August 2019 wird darüber beraten, die bisherige pauschale Altersgrenze von maximal 14 Jahren für die städtischen Spiel- und Bolzplätze aufzuheben. Entscheiden wird schließlich der Rat der Stadt Kleve, ob die hierfür erforderliche Änderung der entsprechenden ordnungsbehördlichen Verordnung kommt. Soweit der Rat dies im Oktober 2019 beschließt, könnten die städtischen Spiel- und Bolzplätzen künftig auch von Jugendlichen und junger Erwachsenen genutzt werden.

Die öffentlichen Spielflächen sollen die Belange der Jugendförderung, des Sports, der Freizeit und Erholung sowie die sozialen Belange in der Bevölkerung berücksichtigen. Insbesondere müssen Räume geschaffen werden, die der Jugend Gelegenheiten zum Spielen und zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit bieten.

Besonders im Hinblick auf die immer weiterwachsende Medialisierung und Nutzung sozialer Netzwerke schaffen auch öffentliche Spielflächen den nötigen Ausgleich in der Natur, in sportlicher Betätigung und im Miteinander - denn Spielplätze sind Orte der Begegnung und des persönlichen Austauschs. Auch Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen geeignete öffentliche Räume zur Verfügung gestellt werden, wie auch das Konzept "JUNGE MITTE" seinerzeit gezeigt hat. Da eine starre Altersgrenze von 14 Jahren nicht mehr zeit- und sachgemäß erscheint, würde eine Lockerung der Altersbegrenzung die Möglichkeit bieten, den Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen besser gerecht zu werden.

Auch die Nutzungsmöglichkeiten auf öffentlichen Spielplätzen haben sich teilweise z. B. durch Fitnessgeräte an einigen Standorten verändert und werden sich in Zukunft weiterentwickeln. Wenngleich die Nutzung von Spielgeräten weiterhin Kindern bis zu 14 Jahren vorbehalten werden soll, sollen auch Jugendliche und junge Erwachsene die für sie ausgelegten Geräte nutzen können.

Da wo es besondere Regelungen zum Beispiel mit Rücksicht auf Anwohnende bedarf, sollen Einschränkungen möglich sein. Anstatt der Ausgrenzung von älteren Kindern sind in solchen Fällen wohl oftmals die Festlegung von Nutzungszeiten der Kompromiss um Wohnen und nahegelegenes Spielen in Einklang zu bringen.