Virtuoses Violinkonzert mit Nemanja Radulović

Der Violinvirtuose Nemanja Radulović ist ein Grenzgänger der klassischen Musik. Ausgebildet in Belgrad, Saarbrücken, Cremona und Paris zieht der…

Der Violinvirtuose Nemanja Radulović ist ein Grenzgänger der klassischen Musik. Ausgebildet in Belgrad, Saarbrücken, Cremona und Paris zieht der junge Serbe weltweit das Publikum mit Natürlichkeit und ansteckender Energie in seinen Bann. Zusammen mit dem Bayerischen Kammerorchester betritt er beim nächsten Reihenkonzert am Dienstag, 9. April, 20 Uhr, das Podium der Klever Stadthalle und interpretiert das a-moll-Konzert von Bach sowie Sarasates „Zigeunerweisen“.

Nemanja Radulovic - Foto: Benjamin de DiesbachBereits im Alter von 14 Jahren ging Nemanja Radulović an das Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Er besuchte Meisterklassen u.a. bei Yehudi Menuhin, eroberte bald die klassische Musikwelt und gewann Preise bei den internationalen Wettbewerben Joseph Joachim, George Enescu und Antonio Stradivari. In seinen eigenen Ensembles „Les Trilles du Diable“ und „Double Sens“ treffen sich serbische und französische Musiker. Auch im Duo mit der Pianistin Laure Favre-Kahn gibt er Konzerte in München, Berlin, Paris, Tokyo, Amsterdam, New York und Sydney.

Im Spiel auf seiner Geige anonymer Herkunft aus dem 19. Jahrhundert wechselt Nemanja Radulović im Klever Konzertprogramm zwischen den Klangsprachen verschiedener Länder, von deutschem Hochbarock zu spanischer Folklore. Fast alle Komponisten, die hier in Orchesterwerken zu Wort kommen, waren selbst erfolgreiche Violinisten: der Katalone Eduard Toldrá, der italienienische Geigen-Virtuose Vivaldi, der Spanier Pablo de Sarasate, und auch Johann Sebastian Bach spielte Violine bis ins hohe Alter.

Radulović tourt mit dem Bayerischen Kammerorchester mit Residenz in Bad Brückenau. Der Klangkörper arbeitet mit namhaften Komponisten und Solisten zusammen, wurde mit dem Bayerischen Staatsförderpreis und dem Siemens Kulturförderpreis ausgezeichnet. Das profilierte und traditionsreiche Orchester überzeugt unter der Leitung und in dramaturgischen Programmkonzepten von Chefdirigent Johannes Moesus mit Klangkultur und Stilgefühl und auf internationalen Konzertbühnen. Moesus lernte von Lorin Maazel, Michael Gielen und Sir Roger Norrington. Er dirigiert internationale Rundfunkorchester sowie Kammerorchester in Zürich, Stuttgart und Lausanne. Als musikalischer Entdecker hat er ein Faible für (un-)bekannte Klassiker und gilt als Spezialist für die Symphonik des 18. und 19. Jahrhunderts.

Um 19 Uhr (s.t.) gibt Andreas Daams die Konzerteinführung „Das dritte Ohr“ im Gespräch mit Johannes Moesus und Nemanja Radulović (angefragt). Konzertkarten (18 €/Schüler und Studenten: 9 €): bei reservix.de, allen Reservix-VVK-Stellen, an der Rathaus-Info (Tel. 02821-84600) und beim Fachbereich Kultur der Stadt Kleve (Tel. 02821-84254). Einlass: „kurz vor 19 Uhr“.