Karl-Leisner-Erinnerungsmal

Der Selige Karl Leisner – aufgewachsen mit vier Geschwistern in der Flandrische Straße 11
* 28.2.1915 Rees, gew. 17.12.1944 Dachau
† 12.8.1945 Planegg, Seligsprechung 23.6.1996
Am dritten Advent 1944 empfing Karl Leisner in einer Baracke des KZ Dachau heimlich seine Priesterweihe. Wenige Tage später, am Zweiten Weihnachtstag 1944, zelebrierte er seine einzige Heilige Messe, die zugleich seine Primizfeier war. Er starb kurz nach der Befreiung

Die Skulptur

Von Juni 2013 bis November 2014 arbeitete der in Düsseldorf lebende Bildhauer Bert Gerresheim mit seinem Assistenten Francisco Ces Hernandez an der 2,20 m hohen Skulptur. Gegossen wurde das Denkmal, dass vor der Stiftskirche steht, in der Kunstgießerei Schmäke in Düsseldorf. In der Skulptur lässt der Künstler das Leben Karl Leisners lebendig werden, seine Christusverbundenheit, Liebe, Glaube und Hoffnung, aber auch sein Leiden, die Risse in seinem Leben.

Das Denkmal besteht aus acht Einzelteilen: der zweiteiligen Stele, Büste und Brille, Marterwerkzeuge, Gewaltembleme und je eine Tafel mit Zitaten aus den Tagebüchern Karl Leisners sowie seinen Lebensdaten.

Die Büste zeigt Karl Leisner im Priestergewand, unter dem seine Gefängniskleidung zu sehen ist. Im unteren Teil der Stele wurden seine Gefangenennummern eingraviert; Nr. 17520 bekam er im KZ Sachsenhausen, Nr. 22356 im KZ Dachau. Davor sind auf einem Sockel Leidenswerkzeuge Jesu – Arma Christi – dargestellt: Lanze, Nägel und ein Schwamm vor einer Dornenkrone; Gegenstände, die bei der Kreuzigung Jesu verwendet wurden. Vor der Stele hat der Künstler auf einer Bronzeplatte als Gewaltembleme symbolisch den Judenstern, ein zerbrochenes Hakenkreuz, Stacheldraht, eine Kette mit einer Fessel und einen zerbrochenen Stern des Bolschewismus mit Hammer und Sichel dargestellt.

Anschrift
Karl-Leisner-Erinnerungsmal
Kapitelstraße
47533 Kleve