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Stadt Kleve ist 76. Mitglied in der AGFS

Datum: 14.11.2015


Die Stadt Kleve ist das 76. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW (AGFS NRW). Zur Unterzeichnung der Aufnahmeurkunde durch Landesverkehrsminister Michael Groschek, Christine Fuchs, Vorstand der AGFS NRW und Bürgermeisterin Sonja Northing kam auch die Bundessumweltministerin und gebürtige Kleverin Dr. Barbara Hendricks am Freitag ins Kolpinghaus der Stadt.

Aufnahme AGFS Urkunde
von links nach rechts: Christine Fuchs (Vorstand AGFS), Landesverkehrsminister Michael Groschek, Bürgermeisterin Sonja Northing, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, Michael Blaess (Vorstand AGFS)


Um Mitglied des kommunalen Netzwerks zu werden, mussten Politik und Stadtverwaltung eine zwanzigköpfige Expertenkommission davon überzeugen, dass sie den Fuß- und Radverkehr in besonderer Weise fördern.

„Kleve überzeugt durch ein schlüssiges Gesamtkonzept, das von breiten politischen Beschlüssen zur Nahmobilität getragen wird", so Groschek über das große Engagement der Bewerberin.

Vorfahrt RadfahrerEs gibt zahlreiche Maßnahmen, die Städte umsetzen können, damit mehr Menschen auf kurzen Distanzen zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren. „Die Stadt Kleve kann eine Menge nahmobilitätsfreundlicher Lösungen vorweisen, wie bevorrechtigte Radverkehrsführungen, zahlreiche Fahrradstraßen, gute Fahrradabstellanlagen oder eine barrierefreie Fußgängerbrücke am Hochschulcampus", zählt Hendricks auf.

Die Mitgliedschaft gilt zunächst für sieben Jahre. „Das Prädikat „fußgänger- und fahrradfreundlich" ist ein Qualitätssiegel. Deshalb werden alle 76 Mitgliedskommunen regelmäßig von einer Kommission bereist. Dabei wird überprüft, welche Fortschritte bei der Infrastruktur, bei Kommunikation und Serviceangeboten für Radfahrer und Fußgänger gemacht wurden.", erklärt Christine Fuchs.

„Von der Mitgliedschaft versprechen wir uns neue Ideen und Anregungen dazu, wie wir Nahmobilität in unserer Stadt konkret umsetzen können. Ich denke, dass insbesondere der Erfahrungsaustausch mit anderen Städten ähnlicher Größe ein großer Mehrwert ist." erklärte die Bürgermeisterin ihre Entscheidung den Aufnahmeantrag zu stellen.

Die AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V.) ist seit 1993 aktiv und die älteste Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Nahmobilität in Deutschland. Aktuell zählt sie 76 Mitglieder - Tendenz steigend. Bis 2020 soll sie auf 100 Mitglieder wachsen.


Der Weg zur Mitgliedschaft in der AGFS

Der Rat der Stadt Kleve hat am 16.10.2013 beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Mitgliedschaft in der AGFS zu beantragen. Eine Bewerbung kann auf der ausgezeichneten Grundlage des am 08. Juni 2011 einstimmig durch den Rat der Stadt Kleve beschlossenen Radverkehrskonzeptes, in dem die Grundstrukturen und Handlungsschwerpunkte für die laufende und zukünftige Radverkehrsförderung festgeschrieben wurden, und der bereits offensichtlichen umgesetzten Maßnahmen erfolgen.

Antrag zur Aufnahme
Die Bewerbungsunterlagen mit den zu erfüllenden Aufnahmekriterien (Ziel: „Nahmobilität“, insbesondere Radverkehr, Fußverkehr, Barrierefreiheit, Stadtplanung) wurden am 06.02.2015 der AGFS eingereicht.

Vorbereisung
Die Vorbereisung, in der die Aufnahmechancen bewertet wurden, fand am 20.04.2015 mit Mitgliedern der Auswahlkommission (Herrn London und Herrn Mischer) statt. Die Stadt Kleve wurde als bereisungswürdig beurteilt. Die Hauptbereisung wurde für den Herbst 2015 vorgeschlagen.

Hauptbereisung
Verkündung Aufnahme AGFSEntscheidung über die Aufnahme  durch die ca. 20 köpfige Auswahlkommission der AGFS (Kommission aus Vertretern des Landtages, des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW sowie der Geschäftsführung der AGFS) im Rahmen der Hauptbereisung. Die eingereichten Antragsunterlagen wurden durch die Auswahlkommission des Ministeriums geprüft. Zur Hauptbereisung am 7. September wurden die infrastrukturellen und konzeptionellen Maßnahmen der Nahmobilitätsförderung in Kleve in Form einer Präsentation und einer Rad-/Fußtour aufgezeigt.

Nach Beratung der Auswahlkommission erfolgte im Anschluss die Verkündung der Entscheidung über die Aufnahme in die AGFS.

Aufnahme in die AGFS
Nach der erfolgten Entscheidung über die Aufnahme zur Hauptbereisung am 7. September 2015 hat die AGFS dem NRW-Verkehrsminister Michael Groschek -Ministerium  für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW- empfohlen, die Stadt Kleve für 7 Jahre in die AGFS aufzunehmen.

Die Aufnahme wurde durch die heutige Urkunden- und Schilderübergabe an die Bürgermeisterin Sonja Northing, die die Stadt Kleve als fahrrad- und fußgängerfreundlich ausweisen, offiziell vollzogen.

Mitgliedschaft in der AGFS
Die Mitgliedschaft in der AGFS ist nach den umfangreichen Anstrengungen der letzten Jahre der logische „nächste Schritt“. Die Stadt Kleve möchte sich in der AGFS aktiv am Austausch mit anderen Städten und Gemeinden beteiligen, neue Ideen für eine Weiterentwicklung der eigenen Nahmobilitätsförderung gewinnen und eigene Erfahrungen einbringen. Der eingeschlagene Weg soll durch die Mitgliedschaft in der AGFS weiter gefestigt werden, die AGFS-Mitgliedschaft wird dabei als Unterstützung für die Kommunikation der Ziele und Herausforderungen der Nahmobilitätsförderung gesehen.

Weitere Informationen zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes können Sie unter www.kleve.de finden.

 

Ansprechpartner

Name Kontakt
van Koeverden, Pascale
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 84 - 322
E-Mail: Pascale.van.Koeverden@Kleve.de

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