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"Liberation Route Europe" beginnt internationale Kampagne

Datum der Meldung: 06.02.2018

In Europa werden 2019 und 2020 Hunderte von Gedenkfeiern organisiert, in Erinnerung daran, dass die Alliierten vor 75 Jahren Europa von den Nazis befreit haben.

Die ursprünglich niederländische Stiftung "Liberation Route" Europe startete deshalb  eine internationale Kampagne "Europe Remembers 1944-1945" mit zahlreichen europäischen Regionen, Museen, Städten und Gemeinden sowie den Tourismusorganisationen.

Diese internationale Kampagne begann jetzt Anfang Februar auf einer Konferenz in Brüssel mit etwa 300 Teilnehmern. Als Vertreter der Stadt Kleve nahm der stellvertretende BürgermeisterJosef Gietemann teil. Er setzt sich seit 2012 in der Stadt Kleve für die Installation der "Hörsteine" und Weiterführung der Liberation Route ein.

Der stellvertretende Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans war einer der Konferenz-Redner. In  einer herzerwärmenden Ansprache lobte er die jahrelange gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit unter Federführung der Stiftung "Liberation Route".Er verurteilte ausdrücklich die zunehmende Tendenz einiger Politiker in den europäischen Staaten, die Wahrheit der Geschichte nach ihrer eigenen nationalen Sichtweise zu erklären.

Die geplanten Festlichkeiten sollen deutlich machen, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist. Darüber hinaus gilt es, "zu erinnern, zu reflektieren und zu inspirieren." Ziel ist es, mindestens 25 Millionen Menschen zu erreichen.

"Die Wahrheit gibt es in der Geschichte der Kriege nicht. Deshalb ist es sehr wichtig, die verschiedenen Perspektiven zusammen zu bringen", ist Josef Gietemann überzeugt.  "Das übernimmt die Liberation Route Europe, beginnend mit dem D-Day im Zweiten Weltkrieg. Die Liberation Route schafft diese Überschneidung aller Geschichten".

Die Stiftung "Liberation Route Europe" hat in den letzten zehn Jahren eine Route von mehr als 3000 Kilometern auf der Grundlage des Vormarsches der Alliierten mit Gedenkstätten in Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien und Polen, aber auch in den Provinzen Limburg, Zeeland, Nordbrabant, Overijssel, Gelderland und dem Kreis Kleve aufgebaut. Im Kreis Kleve wurden Hörsteine in Kranenburg, Kleve und Weeze installiert.

"An der Liberation Route gefällt mir der Wille aller Beteiligten, über Grenzen hinweg zusammenzuwirken, der Wille, in der Konsequenz aus dem Grauen des Zweiten Weltkrieges über alle Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten.
Eine gemeinsame Institution für den Frieden in Europa ist sozusagen ein Immunsystem gegen den Krieg", so Josef Gietemann.

 

Josef Gietemann, stellvertretenderBürgermeister der Stadt Kleve, der stellvertretende Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans und der Exodus-Vorsitzende Martien van Hemmen aus Huissen, Co-Partner der geplanten Schwester-hörsteine in Elden und Kleve-RindernBildunterschrift:
v.l.n.r.: Josef Gietemann, stellvertretenderBürgermeister der Stadt Kleve, der stellvertretende Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans und der Exodus-Vorsitzende
Martien van Hemmen aus Huissen, Co-Partner der geplanten Schwester-hörsteine in Elden und Kleve-Rindern.

 

 

Geschäftsführung der Stiftung Liberation Route, Bildmitte Geschäftsführerin Victoria van Krieken, mit einigen Partnern aus dem Gebiet der Euregio Rhein-WaalBildunterschrift Gruppenfoto:
Die Geschäftsführung der Stiftung Liberation Route, Bildmitte Geschäftsführerin Victoria van Krieken, mit einigen Partnern aus dem Gebiet der Euregio Rhein-Waal.

 

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