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Start der Bauarbeiten des 2. Abschnitts für die Europa-RadBahn

Datum der Meldung: 23.07.2018

Film und Internet informieren über das Projekt

Die Europa-RadBahn wird weitergebaut: Sowohl in Kranenburg, als auch in Kleve beginnen Ende Juli gleichzeitig die Arbeiten am Hauptteil der neuen Fahrradtrasse, die nach Fertigstellung die Kreisstadt Kleve mit dem niederländischen Nijmegen verbinden wird.

„Die Bautrupps der beauftragten Unternehmen werden sich aus beiden Richtungen aufeinander zu bewegen. Das sichert einen zügigen Bau und eine schnellere Fertigstellung der gesamten Trasse“, erklärt Bernhard Klockhaus, der zuständige Leiter des Fachbereichs Tiefbau bei der Stadt Kleve. Ab Sommer 2019 sollen, so ist der Plan, die Radlerinnen und Radler auf der neuen Strecke fahren können. Damit sind die Arbeiten auf deutscher Seite abgeschlossen. Bis dahin werden insgesamt mehr als 11 Kilometer RadBahn an der stillgelegten Bahntrasse zwischen Kleve und Nijmegen entstehen.

Kurzer Film klärt auf

Was genau auf diesen 11 Kilometern Europa-RadBahn entsteht und welche Argumente für den Bau sprechen, können sich Interessierte ab sofort auch in einem knapp drei-minütigen Film anschauen. Zu finden ist der Film im Internet unter www.europa-radbahn.de. Dort stehen weitergehende Informationen, Pressestimmen und Meinungen bereit. Auch die meistgestellten Fragen zum Projekt werden aufgegriffen und beantwortet.

Draisine bleibt in Betrieb

„Der Betrieb der parallel verlaufenden Draisinenstrecke, die ebenfalls die alte Bahntrasse nutzt, wird durch die Bauarbeiten nicht eingeschränkt“, betont Bernhard Klockhaus und sagt weiter: „Das war eine wichtige Voraussetzung bei der Planung der gesamten Maßnahme.“

Auch die nach wie vor angestrebte Wiederbelebung des Schienenverkehrs zwischen den Mittelzentren Kleve und Nijmegen ist nach dem Bau der EuropaRadbahn möglich. „Die Reaktivierung der Bahnlinie ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Bürgermeisterin Sonja Northing.

Bürgermeister Günter Steins betont die Bedeutung der Europa-Radbahn für den Wohn- und Freizeitwert der Gemeinde Kranenburg: "Kranenburg liegt in der Mitte zwischen Nijmegen und Kleve. Mit dem Rad sind dann beide Zentren in kurzer Zeit bequem und sicher zu erreichen."

Störungen minimiert

Neben einem zügigen Baufortschritt wird auf eine möglichst geringe Störung der Anlieger und des Verkehrs geachtet. „Natürlich lassen sich kurzeitige Sperrungen nicht verhindern. Und auch die Anlieger werden ab und an von den Bauarbeiten neben ihrem Grundstück beeinträchtigt werden. Beides lässt sich bei so einer Maßnahme leider nie ganz vermeiden, wir bitten hierfür um Verständnis“, so Projektleiter Bernhard Klockhaus. Allerdings handele es sich um eine Wanderbaustelle, sodass es immer nur abschnittsweise und kurzzeitig zu Einschränkungen kommen werde.

Infokasten:

Die neue Europa-RadBahn versteht sich als Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Sie wird den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf das Rad auch im Alltagverkehr erleichtern. So wird ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet.

Sie verbindet nach Fertigstellung die Stadt Kleve und die Gemeinde Kranenburg mit dem niederländischen Oberzentrum Nijmegen.

Für die Verbindung wird die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Kleve und Nijmegen genutzt.

Länge:11,12 km auf deutscher Seite, davon liegen 4,67 km auf Klever Stadtgebiet und 6,45 km führen durch die Gemeinde Kranenburg.

Die Trasse ist als RadBahn geplant. Auf mindestens drei Metern Breite ist ein Überholen im Zweirichtungsverkehr gewährleistet. Die RadBahn wird innerorts mit einer insektenfreundlichen LED-Beleuchtung sicher ausgeleuchtet, das gilt auch für die Knotenpunkte entlang der Strecke.
Rast- und Abstellplätze, Ladestationen und ein Radverleih ergänzen die Infrastruktur.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 6,52 Mio. Euro. Davon übernimmt der Bund rund 4,3 Mio. Euro. Das Land NRW steuert noch einmal rund 921.000 Euro bei. Den verbleibenden Eigenanteil von 1,3 Mio. Euro (15 %) teilen sich die Stadt Kleve und die Gemeinde Kranenburg.

Ansprechpartner

Name Kontakt
van Koeverden, Pascale
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 84 - 322
E-Mail: Pascale.van.Koeverden@Kleve.de

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