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Streichquartett pur - Asasellos übernehmen Konzertabend

Datum der Meldung: 27.09.2021

Programmänderung beim nächsten Reihenkonzert in der Stadthalle  

Streichquartett pur – Asasellos übernehmen Konzertabend 

„Maybe yes, maybe no“ steht als Titel über dem nächsten Reihenkonzert, schließlich wusste in der Planungsphase keiner, ob das Konzert stattfinden könne oder nicht. Nun ist es nicht das Virus, das die Konzertplanungen durchkreuzt, sondern eine Armverletzung der Klarinettistin Beate Zelinsky, mit der diese vorerst nicht spielen kann. Im Duo mit ihrem Klarinettenpartner David Smeyers und dem Asasello Quartett sollte sie beim nächsten Reihenkonzert auf die Stadthallenbühne. Das Sextett-Programm ist nicht realisierbar, aber die Asasellos sind bereit zur freundlichen Übernahme: am Dienstag, 5. Oktober, 20 Uhr, heißt es in der Stadthalle: Streichquartett pur!

AsaselloDas seit zwanzig Jahren bestehende Asasello Quartett gründete sich in der Klasse von Walter Levin in Basel. Es folgten Studien beim Alban Berg Quartett an der Musikhochschule Köln, wo das russisch-schweizerisch-polnisch-finnisch besetzte Quartett inzwischen seinen Lebensmittelpunkt hat. Für das Debüt in Kleve haben die vier Vollblutstreicher*innen ein Programm zusammengestellt, das es in sich hat. Es beginnt mit Opus 51 Nr. 1 von Johannes Brahms, mit dem dieser nach zwei Jahrzehnten Quartettstudien an die Öffentlichkeit ging. Es folgt das Streichquartett Nr. 6 von Béla Bartók, der die Arbeit daran als Gast von Paul Sacher in der Schweiz begann, es wegen Ausbruch des zweiten Weltkriegs aber in Budapest vollendete. Wir schreiben das Jahr 1939, Bartók emigiert, und die Uraufführung von Nr. 6 fand dann in den USA statt.

Auch das Entstehungsjahr des 12. Streichquartetts von Dmitri Schostakowitsch war gesellschaftspolitisch ein Wendepunkt: 1968 komponierte Schostakowitsch dieses Meisterwerk, das er selbst als Sinfonie statt als Kammermusik bezeichnete und das diesen Quartettabend beschließt.

Mit Primarius Rostilav Kozhevnikov, Barbara Streich an der zweiten Geige, Bratschistin Justyna Sliwa und Cellist Teemu Myöhänen steht das ausgezeichnete Quartett für profilierte Konzertprogramme und zupackende Interpretationen. Benannt nach dem Engel Asasello aus Bulgakows „Der Meister und Margerita“ geht es dem Quartett um grundmenschliche Themen, Intensität und emotionale Extreme. In außergewöhnlichen Projekten arbeiten sie auch mit Choreographen und szenischen Darstellungen. Um 19 Uhr gibt Verena Krauledat die Konzerteinführung „Das dritte Ohr“ im Gespräch mit Barbara Streil.

Konzertkarten (18€/Schüler, Studenten 9 €) gibt es im VVK unter www.kleve.reservix.de, an allen Reservix-VVK-Stellen, an der Rathaus-Info der Stadt Kleve, Tel. 02821-84450 und im Fachbereich Kultur, Tel. 02821-84254. Einlass: kurz vor 19 Uhr, Konzertbesucher müssen genesen, geimpft oder getestet sein (Schnelltest o. PCR-Test: 48 Stunden gültig) und dies mit Ausweis nachweisen, Zutritt mit Maske bis zum Platz.

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