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Vortrag über das Hochwasser 1944 - 1945

Datum der Meldung: 14.05.2018

In den letzten Monaten des 2. Weltkrieges setzte die deutsche Wehrmacht am Niederrhein Hochwasser als Mittel der strategischen Kriegsführung ein. Der untere Niederrhein wurde gleich zwei Mal geflutet. Im Dezember 1944 sprengte die Wehrmacht einen Deich bei Arnheim und im Februar 1945 ließen die deutschen Soldaten den Ooijpolder und die Düffel unter Wasser setzen. Das Fluten der Landstriche sei sehr effektiv gewesen, sagt Historiker Ferdinand van Hemmen. Die Wassermassen hätten den Krieg zumindest in den Wintermonaten um ein paar Wochen verlängert. Denn die Anfuhr von Material und Truppen war in den gefluteten Landstrichen fast unmöglich geworden.

Über den Einsatz des Hochwassers als Waffe berichtet der Landschaftshistoriker Ferdinand van Hemmen aus Huissen in seinem Vortrag auf der Wasserburg am Dienstag, den 22. Mai 2018 um 20.00 Uhr.

Die Lesung ist Teil des People to People Projektes Wasser als Waffe.

Die Teilnahme an der zweistündigen Veranstaltung ist kostenlos.

Das Projekt zeigt auch, dass die Überschwemmungs-/ Hochwassergefahr nach wie vor vorhanden ist und keine Grenzen kennt. Aktivitäten sind u.a.: Schulprojekte, Treffen historischer Vereine, diverse Vorträge, Platzierung sogenannter Hörsteine an historisch relevanten Orten, Entwicklung einer Radroute sowie die Realisierung von „Zweite Weltkrieg Arrangements".

Zur Erinnerung an diese Flutungen werden, am Donnerstag, 7. Juni, zwei Liberation Route Hörstationen und Informationstafeln enthüllt:

10:00 – 10:30 Uhr, am Deichmagazin, Drielsedijk 4 in Elden (NL)
14:00 – 14:30 Uhr, an der Wasserburg Rindern

Die Euregio Rhein-Waal unterstützt das Projekt „Wasser als Waffe“ im Rahmen von „People to People“ mit Mitteln des EU-Programms Deutschland-Nederland.

Teilnehmer am Projekt Wasser als Waffe sind: Exoduscomité, ARENACUM Rindern, Euregio Rijn Waal, die Gemeinden Lingewaard, Overbetuwe und Berg en Dal, Stadt Kleve und RBT KAN.

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