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Zweite Runde für die Quartiersentwicklung in Kleve

Datum der Meldung: 13.03.2019

Die Hochschule Rhein-Waal befragt Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers.
Mitmachen ist daher angesagt, um so aktiv die Zukunft der Nachbarschaft und des Quartiers zu gestalten.

Quartier mit StraßennamenIm Auftrag der Stadt Kleve führt die Hochschule Rhein-Waal unter der Leitung von Professorin Dr. Ingrid Jungwirth, Professorin für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Diversität und Inklusion an der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie, seit Herbst 2017 eine Studie zur „Quartierentwicklung in der Stadt Kleve“ durch. Ziel dieser Studie ist, fundierte Kenntnisse über den Lebensraum und die Lebenssituation der Menschen in einem Quartier der Klever Oberstadt zu gewinnen, um so mögliche Handlungsfelder für die kommunale Planung und Quartierentwicklung aufzudecken. Die Zufriedenheit und das Zusammenleben der Anwohnerinnen und Anwohner zu stärken, steht dabei im Mittelpunkt.

In diesem Zusammengang wird im März 2019 eine Umfrage der Bewohnerinnen und -bewohner des Quartiers innerhalb der Straßenzüge Lindenallee, Hoffmannallee, Königsallee und Merowinger Straße durchgeführt. Die dort lebenden Menschen erhalten Fragebögen mit der Bitte zugeschickt, diese auszufüllen und an die Hochschule Rhein-Waal zurückzusenden. Parallel dazu führen Studierende und Mitarbeitende der Hochschule auch persönliche Befragungen durch. Die Fragen betreffen verschiedene Themen rund um das Leben im Quartier, wie zum Beispiel die Zufriedenheit mit der Wohnsituation, wahrgenommene Vorzüge und Probleme, nachbarschaftliche Kontakte oder Verbesserungswünsche. Quartierbewohnerinnen und -bewohner sind herzlich eingeladen, sich an dieser Befragung zu beteiligen!

Die Umfrage baut auf die Ergebnisse einer Projektphase zwischen Oktober 2017 und März 2018 auf, in der durch qualitative Interviews erste Einblicke in die Lebenslagen der unterschiedlichen sozialen Gruppen im Quartier gewonnen wurden. Dabei zeigte sich, dass aus der Perspektive der Interviewten die Nähe zum Stadtzentrum bei gleichzeitiger eher ruhiger Lage, die gute Versorgungslage sowie die „bodenständige“ und „multikulturelle“ Anwohnerschaft wichtige Vorzüge des Quartiers darstellen. Mit Blick auf mögliche Verbesserungen wurden die Verschönerung des öffentlichen Raums, etwa von Spielplätzen, sowie der Ausbau von zielgruppenspezifischen Freizeitangeboten angesprochen. Mit der jetzt geplanten Befragung soll diese Bedarfserhebung auf eine breitere Basis gestellt werden, um Erkenntnisse über die Verbreitung von Einstellungen und Erwartungen im gesamten Quartier herauszuarbeiten.

Neben der wissenschaftlichen Untersuchung unterstützt das Projekt zugleich eine Vernetzung unter den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie unter den vor Ort ansässigen Organisationen und sozialen Einrichtungen. Ein erster Workshop im Quartier fand dazu im November 2018 statt. Bei dem Treffen entstanden unter anderem erste Ideen für einen möglichen Quartiernamen wie zum Beispiel „Alleenviertel“ oder, in Anlehnung an die Historie, “Schuster-Quartier“. Weitere Treffen mit engagierten Akteurinnen und Akteuren aus dem Quartier sowie eine für Mai 2019 geplante Zukunftswerkstatt sollen die Vernetzung für eine zukünftige Quartierentwicklungsarbeit intensivieren.

Ansprechpartnerin für Fragen ist Claudia-Livia Balan (claudia-livia.balan@hochschule-rhein-waal.de, 02821/80673-9827).

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