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Brienen

In Brienen steht das Wasser im Mittelpunkt. Der Spoykanal, mit der imposanten Schleusenanlage, verbindet den Rhein mit dem Hafen in Kleve.

In Brienen, direkt hinter dem Deich nach Brienen gelegen, leben insgesamt 375 Menschen auf einer Fläche von 200 ha.

Schleuse in  Wardhausen Brienen und Wardhausen, zwei Seiten der gleichen Medaille. Und doch so verschieden. Während sich Wardhausen vom Deich aus gesehen rechts des Spoykanals als Straßendorf präsentiert, liegt Brienen links des Kanals und ist noch einmal in zwei Bereiche geteilt. In Brienen steht das Wasser im Mittelpunkt. Der Spoykanal, mit der imposanten Schleusenanlage, verbindet den Rhein mit dem Hafen in Kleve. Segel- und Motorbootfreunde tummeln sich hier in dem kleinen Yachthafen am Altrhein. Vor allem in den warmen Monaten frönen hier zahlreiche Menschen ihrem Hobby. Und nicht zuletzt hat hier auch der Klever Ruderverein sein Domizil gefunden.

In der niederländischen Sprache steht das Wort Spoy für einen Wasserdurchlass oder eine Schleuse. Kein Wunder also, dass die Einheimischen das Dorf entlang des Spoykanals als de Spoy bezeichnen. Zwar findet man diese Ortsbezeichnung auf keiner offiziellen Karte, Klever wissen aber sofort, was mit "de Spoy" gemeint ist. Für die Menschen in Brienen ist es zudem die einzig richtige Bezeichnung für den Ort. Wer de Spoy sagt, dem ist es auch gleich, ob die Schleuse nun in Brienen oder doch in Wardhausen liegt.

Schleuse in BrienenImposant, die Schleuse in Brienen-Wardhausen! Aktuell ist die Schleuse geschlossen, da das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt des Bundes in Duisburg die Lebenszeit der jetzigen Schleuse für beendet erklärt hat.

"Der aktuelle bauliche Zustand des 110 Jahre alten Schleusenbauwerks wird als an der Grenze ihrer Lebenszeit und einer möglichen Nutzungsdauer eingestuft. Eine Schleusennutzung wird nicht mehr möglich sein".

Gleichwohl ist die Stadt Kleve bemüht, eine Verbindung zum Altrhein zu erhalten.

Die heute unter Denkmalschutz stehende Schleuse kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, denn sie wurde bereits 1656 - 1688 erbaut. Das Rheinhochwasser setzte der Schleuse stark zu und zerstörte sie oft. Aber die Schleuse wurde immer wieder neu aufgebaut. Nach dem Jahrhunderthochwasser 1809 wurde die Schleuse zunächst nur provisorisch als Flutschleuse wieder hergestellt. Erst 1843 wurde mit dem Neubau der Schleuse begonnen. Vier Jahre später war sie als Kammerschleuse vollendet und machte den Spoykanal wieder schiffbar. Zu dieser Zeit befuhren fast 600 Schiffe, darunter auch Dampfschiffe, den Kanal. Damals entstand zwischen der Schleuse und dem Johanna-Sebus-Denkmal die Gaststätte Zum Johanna-Sebus-Denkmal, die bis heute als gastliche Stätte geschätzt wird.

Der Schiffsverkehr nahm schließlich ab, weil die Schleuse bei Niedrigwasser nicht mehr zu befahren war. Außerdem ließen Untiefen im Spoykanal eine ganzjährige Nutzung nicht zu. 1906 entschloss man sich, eine tiefer liegende neue Schleuse zu bauen. Sie wurde drei Jahre später fertig gestellt. Die neue Schleuse konnte nun auch bei niedrigerem Wasserstand befahren werden. Später entstand am ehemaligen Standort der alten Schleuse ein Pumpenhaus, mit dem der Wasserstand des Spoykanals geregelt wurde. Auch nach dem 2. Weltkrieg musste die Schleuse in Brienen erneut aufgebaut werden. Zuletzt wurde sie im Herbst 2003 saniert.

Deich bei BrienenDas andere Brienen finden Sie, wenn Sie ein paar Meter weiter östlich den Deich entlang fahren. Nach einer kurzen Zeit zweigt eine kleine Straße vom Deich ab. Gönnen Sie sich diesen Abstecher, sie werden mit einem wunderschönen Blick auf eine herrliche Hofanlage belohnt. Entlang einer Allee aus schattenspendenden Bäumen fahren Sie fast über den Hof, bevor Sie auf der anderen Seite in die freie Landschaft entlassen werden.

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