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Grünplanung

„Alt wie ein Baum möchte ich werden

Genau wie der Dichter es beschreibt

Alt wie ein Baum mit einer Krone die weit, weit, weit, weit

Die weit über Felder zeigt

Alt wie ein Baum möchte ich werden

Mit Wurzeln, die nie ein Sturm bezwingt

Alt wie Baum, der alle Jahre so weit, weit, weit, weit

Kindern nur Schatten bringt“

- D. Hertrampf, P. Meyer, B. Lasch, H. Jeske, D. Birr-

© BMG Rights Management

ForstgartenLandschafts- und Freiraumplanung, städtische Bäume und Grünflächen

Themen und Aufgaben der Landschafts- und Freiraumplanung sind der Abteilung Stadtplanung zugeordnet.

Das Erstellen von Umweltberichten, Landschaftspflegerischen Begleitplänen im Rahmen der Bauleitplanung sowie die Erarbeitung von Kompensationsmaßnahmen sind ebenso Bestandteil wie die Themenbereiche Historische Gartenanlagen, städtische Bäume und Grünflächen sowie das Erteilen von Auskünften zur Satzung der Stadt Kleve zum Schutz städtebaulich besonders wirksamer und wichtiger Bäume in der Stadt Kleve (Baumschutzsatzung).

Ist mein Baum geschützt?

Neben dem Schutz durch die Baumschutzsatzung gibt es im Klever Stadtgebiet zudem Bäume, welchen beispielsweise durch Bebauungspläne zum Erhalt festgesetzt sind. Auch diese Bäume dürfen nicht einfach entfernt werden. Auch ein Schutz aufgrund übergeordneter Regelungen, z.B. die Lage in Schutzgebieten, ist möglich. Gerne können Sie sich bei uns erkundigen, ob ihr Baum geschützt ist. Rufen Sie uns einfach an!

Warum gibt es eine Baumschutzsatzung?

Ziel der Satzung ist der Schutz von Bäumen um einen artenreichen Baumbestand im Stadtbild zu wahren, einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas zu leisten und die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes zu unterstützen. Darüber hinaus tragen die Bäume zu einem abwechslungsreichen und grünen Erscheinungsbild der Ortsteile bei.

Besonders wertvolle Exemplare werden geschützt, ihre prägende Wirkung kann so dauerhaft erhalten werden.

Welche Bäume sind durch die Baumschutzsatzung der Stadt Kleve geschützt?

Geschützt sind Bäume auf privaten Flächen, welche von öffentlichen Bereichen aus sichtbar sind und eine besondere Wirkung auf ihre Umgebung entfalten. Sie beleben das Stadtbild und weisen einen hohen ökologischen Wert auf.

Die Bäume wurden von einem ehemaligen Mitarbeiter des Fachbereichs Planen und Bauen sorgfältig und gewissenhaft in den jeweiligen Stadtteilen ausgewählt und in die Satzung aufgenommen. 

Warum sind nur Bäume auf privaten  Flächen durch die Baumschutzsatzung geschützt?

Hintergrund ist der Erhalt eines gewissen Baumbestandes im Stadtbild. Die Stadt kann zwar auf Ihren Flächen für den Erhalt des Baumbestands sorgen, auf allen weiteren Flächen im Stadtgebiet sind die Möglichkeiten jedoch sehr begrenzt. Somit stellt die Baumschutzsatzung eine Möglichkeit dar, für den Erhalt eines grundlegenden Baumbestandes auf nicht-öffentlichen Flächen Sorge zu tragen.

Im Jahr 2000 hat der Rat der Stadt Kleve die Satzung der Stadt Kleve  vom 09.12.2000 zum Schutz städtebaulich besonders wirksamer und wichtiger Bäume in der Stadt Kleve (Baumschutzsatzung) beschlossen.

 

Was ist zu beachten, wenn mein Baum durch die Baumschutzsatzung geschützt ist?

Genau wie auch bei nicht durch die Baumschutzsatzung geschützten Bäumen obliegt die Verkehrssicherungspflicht dem Eigentümer. Das bedeutet, dass in eigener Verantwortung sicherzustellen ist, dass keine Gefahren für Andere/Dritte von den Bäumen ausgehen.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung, welche Nachweise Sie bezüglich Ihrer Bäume zu erbringen haben, damit die Versicherung im Schadensfall für mögliche Schäden aufkommt.

Es ist nicht erlaubt, die geschützten Bäume zu entfernen, zu zerstören, zu schädigen oder ihren Aufbau wesentlich zu verändern. Darüber hinaus listet die Satzung sogenannte Verbotene Handlungen auf, welche an den geschützten Bäumen zu unterlassen sind. Dabei handelt es sich um solche Handlungen, welche den Baum erheblich schädigen können. Zum Wohl des Baumes ist die Unterlassung dieser Handlungen auch für nicht in der Baumschutzsatzung eingetragene Bäume zu empfehlen. Für zusätzliche Vorgaben und weitere Informationen wird auf den Satzungstext verwiesen.

Entsprechend der Ziele der Satzung ist eine Fällung nicht ohne eine Genehmigung durch die Stadt möglich. Sollte der Baum jedoch krank sein, kann eine Genehmigung unter Darlegung der Gründe beantragt werden (s.u.). Die Entfernung von vorhandenem Totholz bedarf keiner besonderen Genehmigung durch die Stadtverwaltung.

Stellt sich heraus, dass umfangreiche, über das Maß der normalen Pflege hinausgehende Schnittarbeiten oder Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind, ist eine Genehmigung bei der Stadt zu beantragen. Diese vorherige Abstimmung stellt im Sinne der Satzung sicher, dass keine Schnitte oder Maßnahmen an den geschützten Bäumen vorgenommen werden, durch welche der Baum nachhaltig geschädigt wird.

Wenn Arbeiten in der Krone oder im Wurzelbereich erforderlich sind, sind diese der Abteilung 61.1 Stadtplanung mitzuteilen und abzustimmen. Wir stehen gern mit Rat und Tat zur Seite um eine Lösung zu finden.

Wie sollte ich vorgehen, wenn mein Baum krank ist?

Bei Auffälligkeiten, wie zum Beispiel deutlichem Rückgang der Vitalität, nässenden Rissen, Pilzkörpern, Faulstellen untypischen Laubverlusten oder starkem Trockenholzanteil sollte zunächst die Einschätzung einer sachkundigen Person eingeholt werden, um die Problematik festzustellen und anschließend angemessen Handeln zu können. Ein Fachmann hilft dabei, mögliche Erkrankungen und Gefahren zu erkennen oder sachgerechte Pflegemaßnahmen und Lösungen zu finden. Die Stadt Kleve kann keine belastbaren Baumgutachten erstellen. Diese sind durch den Eigentümer von einer sachkundigen Person einzuholen. Die oben genannten Beispiele für Auffälligkeiten sind nicht abschließend.

 Wie stelle ich einen ordnungsgemäßen Fällantrag?

Hierfür sollten Sie folgende Unterlagen (per Post oder auch per E-Mail) einreichen:

•        Verschriftlichung des Antrags unter Angabe von Gründen sowie Angaben zum Baum

•        Gutachten oder kurze Stellungnahme einer sachkundigen Person, welche ausreichend darlegt, dass ein Erhalt des Baumes nicht möglich ist

•        Bildaufnahmen des Baumes, welche die Problematik dokumentieren

•        Ein Lageplan oder eine Skizze mit dem Standort des Baums. Es sollte ausreichend erkenntlich werden, an welcher Stelle sich der Baum auf dem Grundstück befindet

Das Vorliegen der einzureichenden Unterlagen ist notwendig, um den Antrag bearbeiten zu können. Gleiches gilt für geplante Schnittmaßnahmen, welche über das Maß normaler Pflegeschnitte hinausgehen.

Für detaillierte Informationen sehen Sie sich bitte die Satzung der Stadt Kleve  vom 09.12.2000 zum Schutz städtebaulich besonders wirksamer und wichtiger Bäume in der Stadt Kleve (Verlinkung BSS) an. Bei Fragen helfen Ihnen die Mitarbeiter aus dem Bereich der Grünplanung gerne weiter.

Fachgerechte Baumpflege ist für jeden Baum zu empfehlen!

Ein Baum ist ein komplexes Lebewesen.   Wurzeln und Krone stehen im Gleichgewicht, welches entscheidend für die Standfestigkeit des Baumes ist. Wird einer der beiden Bereiche geschädigt, führt dies zu einem Ungleichgewicht innerhalb des Baumes. Jede Baumart weist einen für sie spezifischen Habitus sowie arteigene Wachstumseigenschaften auf. Die baumeigene Versorgung sowie der gesamte Energiehaushalt sind an die gewachsene Gestalt des Baumes angepasst.

Unsachgemäß ausgeführte Schnittarbeiten oder unsachgemäße Eingriffe in den Wurzelbereich haben negative Auswirkungen auf das Baumleben und verursachen Schäden. Grundsätzlich ist bei Schnittmaßnahmen der natürliche Habitus des Baumes beizubehalten und die „zusätzlichen technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien  für Baumpflege“- ZTV Baumpflege sind zu berücksichtigen. Schnittmaßnahmen sind entsprechend der Entwicklungsphase des Baumes durchzuführen. Voraussetzung für eine sachgerechte Pflege ist daher eine gewisse Fachkenntnis.

Ansprechpartner

Name Kontakt
Lehbrink, Ines
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 84 - 342
E-Mail: Ines.Lehbrink@kleve.de
Eßer, Nataliia
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 84 - 408
E-Mail: Nataliia.Esser@kleve.de

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