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Johann-Moritz-Kulturpreis

Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen „Lebendige Kultur ist nun auch in der Kleinstadt nicht einfach da, sie muss hier genauso wie an jedem größeren Ort immer neu geschehen“, so formulierte es im Jahre 1969 Friedrich Gorissen in einem Beitrag für den Westdeutschen Rundfunk, der mit dem Titel „Oh Städtchen traut am Bergeshang – Kulturbild einer Kleinstadt“ überschrieben wurde.

Er beschreibt darin in kritischer Beobachtung die kulturellen Pflänzchen der Nachkriegszeit in Kleve: VHS und Stadtbücherei, Theater, Konzert und Museum, öffentliche Parks und Gärten, soziale und dem Brauchtum verpflichtete Vereine. Er beschreibt Attitüden des eingebildeten Bildungsbürgertums, skizziert Persönchen und Persönlichkeiten der Stadt, die geblieben sind und auch die, die gegangen sind: „Es scheint so einfach zu sein: Der provinzielle Rahmen wird gesprengt durch die Wirkung über die Provinz hinaus“, titelte seinerzeit die Neue Rhein, Neue Ruhr Zeitung, die heutige NRZ.

Gut zwanzig Jahre später, im Jahre 1990 beschloss der Rat der Stadt Kleve, einen Kulturpreis ins Leben zu rufen, den „Johann-Moritz-Kulturpreis der Stadt Kleve“.

Zweifellos ein denkwürdiger Preis, der den Namen des brandenburgischen Statthalters Kleves im 17. Jahrhundert, der zuvor in Brasilien unterwegs gewesen war und Kleve nach dem Dreißigjährigen Krieg internationales Flair zurückgab, trägt.

Der Preis gilt als „offizielles“ Aushängeschild“ und soll diejenigen ehren, die nachhaltig zum kulturellen Leben der Stadt beitragen bzw. beigetragen haben.

Bild Johann-MoritzGrundlage für die Verleihung des Johann-Moritz-Kulturpreises bilden die vom Rat der Stadt Kleve verabschiedeten Richtlinien. Diese finden Sie im Downloadbereich.
Mit dem Kulturpreis werden lebende natürliche Personen oder Personengruppen ausgezeichnet, sofern sie eine wirkliche Beziehung zur Stadt Kleve oder zum unmittelbaren deutsch/ niederländischen Grenzbereich haben und eine oder mehrere in Fachkreisen anerkannte hervorragende Arbeit(en) oder Leistung(en) in Bereichen der Kultur und/oder Wissenschaft erbracht und entsprechende Anerkennung gefunden haben oder deren bisherige Tätigkeit eine solche Anerkennung erwarten lässt.


Der Kulturpreis wird als Förderpreis im Regelfall einmal in der Ratsperiode - möglichst zu deren Mitte - durch den Rat der Stadt Kleve aufgrund der Entscheidung eines Preisgerichtes verliehen.
Der Preis besteht aus einem Geldbetrag und einer vom Bürgermeister unterzeichneten Urkunde.
Die Verleihung nimmt der Bürgermeister im Rahmen eines Festaktes vor.

Die ersten Preisträger
Die ersten Preisträger waren die sogenannten drei Klever „G“: Friedrich Gorissen, Walter Gieseler und Fritz Getlinger.
Friedrich Gorissen wird nachgesagt, dass er für die kulturelle Vergangenheit Kleves, Walter Gieseler für lebendige, tradierte und moderne Musikkultur und Fritz Getlinger, für eine fotografisch-künstlerische Analyse der Gegenwart ausgezeichnet wurde.

 Die Kulturpreisträger der Stadt Kleve in der Übersicht
·         1991, Friedrich Gorissen
·         1995, Walter Gieseler
·         1996, Fritz Getlinger
·         2003, Cinque Kleinkunst und das XOX Theater
·         2007, Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus e.V.
·         2009, Städtische Singgemeinde Kleve e.V.
·         2012, Professor Boguslaw Jan Strobel
·         2017, Theater im Fluss e.V.

Ansprechpartner

Name Kontakt
Derks, Stephan
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 84 - 254
E-Mail: Stephan.Derks@Kleve.de

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