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Und was können Sie tun...?

Das können Sie tun um zu helfen

In Ihrem Garten, Vorgarten, sogar auf dem Balkon können Sie viel tun, um Insekten zu schützen und zu fördern.

In jedem Garten sollte es einige unangetastete Ecken geben, wo die Tierwelt ungestört bleibt. Ein Wildblumenbeet im Garten oder Vorgarten ist eine gute Möglichkeit und vielleicht darf in einer Ecke sogar „Unkraut“ wuchern. Wenn wir bei unserer Gartenpflege weniger gründlich sind, schaffen wir damit Lebensräume für Insekten und fördern das Insektenwachstum. Wenn der Garten groß genug ist, können heimische Hecken und Sträucher angelegt werden. Kleinere Maßnahmen, wie das Anlegen von Totholzhaufen, Trockensteinmauern, Nistkästen, Insektenhotels, Teiche usw., die als Brutplatz und Lebensraum von Insekten angenommen werden, können ebenfalls ein wichtiger Beitrag sein.

Informationen zu der naturnahen Gestaltung, Nutzung und Pflege von Gärten erhalten Sie auf der Internetseite der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW, unter dem folgenden Link.

Wie eine naturnahe Gartengestaltung aussehen könnte, können Sie der Grafik sowie den Fotos entnehmen.

Gartengestaltung:

Insektenfreundliche Gartengestaltung mit Nummerierung

1. Spalierobst (als Sichtschutz)
2. Regenwassertonne
3. Vogelfutterstelle
4. Teich
5. Insektenbeobachtungswand
6. Obstbaum
7. Wildrosen
8. Hecke (als Sichtschutz)
9. Trockensteinmauer
10. Gemüse-/Kräuterbeete
11. Komposthosthaufen
12. Beerensträucher
13. Stauden
14. Blumenzwiebeln (zum Verwildern)/      Blumenwiese
15. Terrasse
16. Wandbegrünung (mit Kletterpflanzen)

 

 

Beispiele für eine Gartengestaltung:

Pflanzbeet mit Trockensteinmauer   Insektenfreundlicher Teich   Komposthaufen aus Holz

Wiese mit einem Totholzhaufen   Blumenwiese   Bild eines Insektenhotels

Neben der naturnahen Gestaltung Ihres Gartens ist es ebenfalls wichtig, dass im Beet die Bodenbearbeitung so gering wie möglich ausfällt, um das Bodenleben zu schonen. Eine Bodenbedeckung mit natürlichen Materialien bietet Insekten Schutz und Rückzugsmöglichkeiten. Durch Schottern der Flächen wird der natürliche Lebensraum der Insekten zerstört. Für Wildblumenbeete gibt es bestimmte Saatgutmischungen, die auf Insektenfreundlichkeit abgestimmt und geprüft sind (heimisches Regiosaatgut). Auch viele von uns als Zier- und Kulturpflanzen genutzte Pflanzen, vor allem welche mit ungefüllten Blüten, werden von Insekten gerne genutzt. Es ist wichtig möglichst viele verschiedene Pflanzen blühen zu lassen (im Beet wie im Rasen), statt sie mit Herbiziden zu bekämpfen oder sie zu jäten. Auch wenn Insekten für uns natürlich nicht immer gern gesehene Gäste sind, sollte auf Insektizide und Pestizide verzichtet werden, da zu jedem Schaden verursachenden Insekt auch ein Räuber gehört, der auf das Insekt angewiesen ist. Wenn Pflanzen verblüht sind, oder im Herbst braun werden, ist es wichtig, so wenig wie möglich vor dem Austrieb im Frühjahr zurückzuschneiden. Denn in Stängeln und Blütenständen überwintern viele Insekten und wenn wir unseren Garten vermeintlich „ordentlich und winterfest“ machen, werden auch die in den abgestorbenen Pflanzenteilen überwinternden Insekten in der Biotonne oder auf dem Kompost entsorgt.

Lassen wir unsere Gärten wieder etwas wilder und bunter werden, damit Vielfalt eine Chance hat!

Eine Liste mit besonders insektenfreundlichen Pflanzen finden Sie im Downloadbereich.

Ansprechpartner

Name Kontakt
Verfürth, Michael
Brabanter Straße 62
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 89 94 - 13
E-Mail: Michael.Verfuerth@kleve.de

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