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"Aus den Fugen" Konzert mit dem Brodsky Quartet

16.11.2017, 20 Uhr
3. Reihenkonzert
19 Uhr Konzerteinführung „Das dritte Ohr"

PROGRAMM
Johann Sebastian Bach aus "Kunst der Fuge" BWV 1080
Felix Mendelssohn Bartholdy Fuge Es-Dur op. 81 Nr. 4
Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110
Wolfgang Amadeus Mozart Adagio und Fuge c-moll KV 546
Ludwig van Beethoven Große Fuge op. 133

INTERPRETEN
Brodsky Quartet
Daniel Rowland Violine
Ian Belton Violine
Paul Cassidy Viola
Jaqueline Thomas Violoncello

„Die Zeit ist aus den Fugen, verfluchte Schicksalstücken,
dass ich geboren ward, um sie zurechtzurücken."
William Shakespeare, Hamlet

Eines der berühmtesten britischen Streichquartette gastiert mit einem Konzert zwischen klangvollem Pathos und komponiertem Regelwerk in Kleve. Ausgehend von Bachs unerreichter Fugenkunst fächert das Konzertprogramm auf, wie Nachfolger in Klassik, Romantik und Moderne den kanonischen Spagat zwischen strengem Kontrapunkt und Abweichung von Kompositionsregeln meistern und wie sie mit Engführung, Spiegelung und Umkehrung spielen. Der Bach-Verehrer Mendelssohn kommt ebenso zu Wort, wie Mozart, der in seiner umfangreichen Notenbibliothek anhand von Bachs Partituren polyphone Techniken studierte. Beethoven wiederum schrieb zu Studienzwecken bei Mozarts Fugenwerk ab. Schostakowitsch schließlich entwickelt in seinem persönlichsten Streichquartett aus seinem Namenskürzel „DSCH" ein Motiv für Fugenexposition und Fugato. Er arbeitete dabei nicht nur im Spannungsverhältnis einer strengen Kompositionstechnik, sondern gleich eines ganzen totalitären Regimes. Im vergangenen Jahr spielten die Brodskys im Amsterdamer Muziekgebouw erneut alle Schostakowitsch-Quartette ein. Aber auch jedes andere Quartett „verfugen" die musikalischen Baumeister mit dem richtigen Tonfall und ausgewogenen Proportionen zu einem architektonischen Meisterwerk.

Daniel Rowland spielt eine Violine von Lorenzo Storioni, Cremona 1793. Ian Beltens Violine stammt von Gio.Paolo Maggini (1615), Paul Cassidy spielt die La Delfina Viola (1720, Sra. Delfina Entrecanales) und Jacqueline Thomas spielt ein Cello von Thomas Perry, 1785.

( bitte beachten Sie auch das Konzert „FugenImprovisation" am 26. November in der Kleinen Kirche)

Brodsky Quartet
Brodsky Quartet cr. Eric Richmond
benannt nach dem großen russischen Geiger Adolf Brodsky, seit der Gründung 1972 über 3000 Konzerte auf den bedeutendsten Konzertpodien der Welt und rund 60 Aufnahmen für Rundfunk- und CD-Produktionen, in der über 40jährigen Konzerttätigkeit Gastspiele in Australien, Nord- und Südamerika, Asien, Südafrika, Europa und im Heimatland Großbritannien; Aufführung vollständiger Quartettzyklen von Schubert, Beethoven, Tschaikowsky, Britten, Schönberg, Zemlinsky, Webern, Bartok und vor allem Schostakowitsch; ausgeprägte Neugier und Erkundungslust führt das Quartett mit großer Energie in verschiedenste künstlerische Richtungen abseits der gängigen Kammermusik, Zusammenarbeit u.a. mit Elvis Costello und Björk, internationale Auszeichnungen und fortgesetztes pädagogisches Engagement für die Begegnung mit der jüngeren Generation, internationale Meisterkurse und Residenzen an der University of Cambridge, dem Royal Conservatoire of Scotland u.a.

Datum16.11.2017
Uhrzeit20.00 bis 22.00 Uhr
OrtStadthalle Kleve
Lohstätte 7
47533 Kleve
KategorieKonzerte und Musik, Reihenkonzerte, Konzerte
VeranstalterFachbereich Kultur der Stadt Kleve
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Telefon: 02821-84-254
Homepagewww.kleve.de
E-Mail:stephan.derks@kleve.de
PreisangabeKonzertkarten 16 € / ermäßigt 8 €
Vorverkauf im Bürgerbüro der Stadt Kleve, Minoritenplatz 1, 02821-84-600

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