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Mobilitätsentwicklungskonzept

Verschiedene Klemmbretter mit Unterlagen

Das Mobilitätsentwicklungskonzept ist eine ganzheitliche Strategie nachhaltige Mobilitätsformen zu fördern und den Modal-Split-Anteil von klimafreundlichen Verkehrsträgern zu steigern. Am 20. März 2019 hat der Rat der Stadt Kleve die Fortschreibung des Klimaschutzfahrplans beschlossen. Dieser beinhaltet die Handlungsmaßname „Verkehrsentwicklungsplan & Strategie 2030“. Das Büro BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH wurde 2020 zur Erstellung des Mobilitätsentwicklungskonzeptes beauftragt.

Verfahrensablauf

Die Erarbeitung des Mobilitätsentwicklungskonzeptes basiert auf folgende Leistungsbausteine:

  • Internes Projektmanagement zur Abstimmung mit dem Auftraggeber (B1),
  • Bestandsaufnahme und Analyse (B2), 
  • Definition von Zielen (B3), 
  • Prognosen und Szenarien (B4), 
  • Entwicklung von Maßnahmen (B5), 
  • Umsetzungskonzept (B6), 
  • Monitoring (B7),
  • Öffentlichkeitsarbeit (B8), 
  • Dokumentation (B9).

Beteiligung

Für eine umfangreiche Bestandsaufnahme und Analyse wurde eine interaktive, onlinegestützte Beteiligungsplattform eingesetzt. Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kleve hatten vom 16. Juni 2021 bis einschließlich zum 14. Juli 2021 Zeit, Hinweise und Ideen mitzuteilen. Es bestand die Möglichkeit, eigene Mitteilung zu tätigen und die Mitteilungen anderer Bürgerinnen und Bürger zu bewerten. Insgesamt wurden in der Bestandsaufnahme und Analyse 2.580 Mitteilungen berücksichtigt.

Zudem wurden die bestehenden Konzepte (z.B. Konzept zur Barrierefreiheit) und Anträge der Politik in der Bestandsaufnahme berücksichtigt. Darüber hinaus wurde durch das Büro Plansocietät in 2020 der aktuelle Modal-Split erhoben, um realistische Zielwerte bis 2030 festlegen zu können.

Ziele

Als Leitlinien wurden am 30.03.2022 durch den Rat der Stadt Kleve beschlossen:

  • Sicherung von Mobilität für alle
  • Klimaschonende Mobilität
  • Vernetzte Mobilität

Zudem wurde im Rahmen des Radverkehrskonzept ein zu erreichenden Modal Split von 25% Radverkehr beschlossen.

Methodischer Aufbau des Mobilitätsentwicklungskonzeptes

Unter der Berücksichtigung der Bestandsaufnahme, Analyse und der Leitlinien wurden acht Handlungsfelder gebildet.

  • Fußgängerverkehr
  • Radverkehr (inklusive Fahrradparken)
  • Bus- und Bahnverkehr (ÖPNV)
  • Kfz-Verkehr (inklusive Kfz-Parken)
  • Wirtschaftsverkehr
  • Mobilitätsmanagement
  • Integrierte Planung

Auf diese wurden 54 Maßnahmen verteilt. Diese wurden auf der Grundlage der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der bestehenden Konzepte und vorliegenden Anträgen der Politik ermittelt.

Bei den Maßnahmen handelt es sich um Oberbegriffe, die sich aufspalten in konkrete Einzelvorhaben. Die Maßnahmen werden priorisiert hinsichtlich Klimaschutz und Umsetzungsorientierung. Bei den Einzelvorhaben handelt es sich um konkret im Stadtgebiet verordnete bauliche oder verkehrliche Vorhaben.

Aktueller Bearbeitungsstand

Derzeit wird an der Entwicklung der Maßnahmen und dem Umsetzungskonzept gearbeitet. Am 22.08.2022 hat hierzu ein Workshop mit Vertretern aus der Politik stattgefunden. Die Fraktionen hatten im Nachgang die Möglichkeit, Änderungshinweise bezüglich der Maßnahmen und Prioritäten mitzuteilen. Aufgrund aufgekommener Irritationen im AVIM am 28.09.2022, werden die durch die Fraktionen diskussionswürdig erachteten Maßnahmen in einer Sondersitzung am 25.10.2022 erneut besprochen.

Ausblick

Im Anschluss der Sondersitzung werden die Ergebnisse zusammengetragen und in das Umsetzungskonzept eingearbeitet. Dieses beinhaltet die im Stadtgebiet verordneten Einzelvorhaben. Die Erstellung des Mobilitätsentwicklungskonzeptes wird gefördert. Das Konzept ist bis Ende 2022 abzuschließen, um die Fördermittel nicht zu gefährden. Ab 2023 soll die Umsetzung des Mobilitätsentwicklungskonzeptes beginnen.